Plakate/ Posters

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Wir haben vier verschiedene Versionen der Poster mit den Namen der trans und genderdiversen Menschen, die zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 30. September 2022 ermordet wurden, erstellt. Um am Trans Day of Remembrance 2022 zu erinnern und zu kämpfen könnt ihr jetzt die Plakate ausdrucken und aktiv werden!

We created four different versions of posters with the names of the trans and genderdiverse people who have been murdered between the 1st of October 2021 and the 30th of September 2022. To remember and resist on the Trans Day of Remembrance 2022, print the files and get active!

Wir erinnern – wir leisten Widerstand!/ We remember – we resist!

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Am 20.11. ist der Trans Day of Remembrance. 
 
Wir wollen den trans und genderdiversen Personen gedenken, die in den letzten 12 Monaten ermordet wurden, aufgrund von Diskriminierungserfahrungen in transfeindlichen Gesellschaften Suizid begangen haben, die gestorben sind, weil ihnen Zugang zu medizinischer Versorgung verwehrt wurde, oder die im Gefängnis zu Tode gekommen sind.
 
Wir möchten unseren Schmerz über anhaltende tödliche Transfeindlichkeit und die Namen der ermordeten Menschen im öffentlichen Raum sichtbar machen und so Gedenken ermöglichen. 
 
Wir werden in der Zeit um den 20.11. Plakate mit den Namen der Ermordeten auf den Wänden unserer Stadt verteilen. Damit die Namen, unser Schmerz, unsere Wut und die Bedeutung des 20.11. auch an anderen Orten sichtbar gemacht werden kann, wurde diese Website erstellt.
 
Wenige Tage vor dem 20.11. werden wir hier eine PDF-Datei hochladen, in der die Namen der Ermordeten stehen. Die Namen sind nicht nur eine Aufzählung. Hinter diesen Namen stehen Menschen, die gelebt, geliebt und gekämpft haben. Auch machen die Plakate darauf aufmerksam, dass nicht alle auf dieselbe Weise betroffen sind; Viele sind mehrfach marginalisiert. Besonders von transfeindlicher Gewalt betroffen sind trans Frauen und transfeminine Menschen, Sexarbeiter*innen und Menschen, die rassistische Diskriminierung erfahren.
 
Die Datei kann gedruckt, verteilt und plakatiert werden, wo auch immer sich Kompliz*innen finden. Falls Menschen Ressourcen haben, auch Plakate für andere zu drucken und diese an Verteilerstationen auszulegen, können uns die Adressen der Orte per E-Mail zugesendet werden (transdayofr [at] riseup.net). Dann werden diese hier veröffentlicht. 
 
Lasst uns gemeinsam erinnern, kämpfen und sichtbar machen!
 
Wir erinnern – wir leisten Widerstand!
We remember, we resist.
 

The 20th of November is the Trans Day of Remembrance.

We want to commemorate trans and genderdiverse people who have been murdered in the last 12 months, committed suicide due to experiences of discrimination in trans hostile societies, died because they were denied access to health care, or died in prison.

We want to make our pain about ongoing deadly transpmisia and the names of murdered people visible in public spaces to make commemoration possible.

We will be placing posters with the names of those murdered on the walls of our city around 20th of November. So that the names, our pain, our anger and the meaning of 20.11. can also be made visible in other places, this website was created.

A few days before 20.11. we will upload here a PDF file with the names of those murdered. The names are not just a list. Behind these names are people who lived, loved and fought. The posters also draw attention to the fact that not everyone is affected in the same way; many are multiply marginalized. Trans women and transfeminine people, sex workers*, and people who experience racial discrimination are particularly affected by transmisic violence.

The file can be printed, distributed, and placed wherever accomplices can be found. If people have resources to also print posters for others and display them at distribution stations, the addresses of the locations can be emailed to us (transdayofr [at] riseup.net). Then they will be published here.

Let’s remember, make visible and fight together!

We remember – we resist!

 

Kleisterrezept

MENGE: VIEL. 10 Liter Eimer = 1 kg Mehl. Mensch kann das auch runterrechnen.   

Vorproduzieren ist schlecht. Die Masse wird nach kurzer Zeit (wenn sie gärt) zur Stinkbombe. Frisch produzieren, Reste schnell in einem Kanal/Klo entsorgen (biologisch eher unbedenklich aufgrund der Zutaten). Klingt komplex, ist es aber nicht. Mensch muss daraus keine Wissenschaft machen. Billiger als aus dem Baumarkt, ökologischer (?) und zur Weiterverarbeitung geeignet…   Was da passiert: das heiße Wasser macht, dass das Mehl sich nicht nur löst, sondern auch Kleber-Eigenschaften entwickelt – daher: das Wasser muss HEIß sein, nur mit kaltem Wasser wird es eher nix.  

Zutaten:

  • 1 kg Mehl (NICHT DINKEL)
  • ca. 3 Wasserkocher heißes Wasser (heiß/kalt)
  • 2 Tassen kaltes Wasser
  • 3 Zucker(würfel)

Material: 

  • 10 l Eimer
  • Wasserkocher (ca.1-1,5 l)
  • Rührgerät (elektrisch, sonst: viel Energie und stabiler Schneebesen/Gabel/…)
  • Sieb (macht es einfacher)

Zubereitung:
Sachen bereit stellen. Wasser erhitzen: verarbeitet ihr 1 kg Mehl (das ist viel), braucht ihr ca. 3 volle Wasserkoche heißes Wasser (1 Wasserkocher: meist so um 1l)
ERST WASSER in den Eimer kippen: 3 warme Wasserkocher, DANN MEHL einrühren bzw. einsieben, dabei mit Rührgerät wild umrühren. 
1-2 Tassen kaltes Wasser dazu 2-3 Zuckerwürfel (oder looser Zucker) dazu  

Die Masse dickt nur ein bisschen nach (nicht wie beim Baumarkt-Kleber). Sie soll schleimig sein, pfannkuchenartig, ohne Klumpen.  

Bei Problemen: 
Wenn es zu stark klumpt – ist das Wasser zu heiß – abkühlen lassen
Wenn es nicht so richtig dick wird – ist das Wasser zu kalt – nochmal neu ODER mit mehr Mehl und heißem Wasser probieren 
Zuviel Mehl – Wasser nachschütten
Zuviel Wasser – Mehl nachschütten

Mobiplakat

Wir haben ein Mobiplakat gestaltet, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. Falls Menschen schon im Vorfeld aktiv werden wollen, kann das Plakat gerne verwendet, verteilt und an verschiedensten Orten aufgehängt werden, damit schon vor dem 20.11. möglichst viele von der Gedenkaktion erfahren.

Sucht euch Kompliz*innen und werdet aktiv.

we remember – we resist!

Download Mobiplakat pdf

We remember, we resist

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Der 20.11. ist der internationale Trans Day of Remembrance an dem trans und genderdiversen Menschen gedacht wird, die in den vergangenen 12 Monaten ermordet wurden.
 
Mit Plakaten, die auf dem Projekt “Trans Murder Monitoring” (TMM) basieren, wollen wir trans und genderdiversen Menschen gedenken, die im vergangenen Jahr ermordet wurden. Die Namen sind nicht nur eine Aufzählung. Hinter diesen Namen stehen Menschen, die gelebt, geliebt und gekämpft haben.
 
Die Plakate werden kurz vor dem 20.11.2022 auf dieser Webseite zur Verfügung gestellt. Zum Ausdrucken und Aufhängen an Orten des Gedenkens. Zum Aufkleben in Straßen, Vierteln und an öffentlichen Plätzen. Wir erinnern – wir leisten Widerstand!
 
Wir gedenken darauf auch Menschen und nennen ihre Namen, die aufgrund ihrer Diskriminierungserfahrung in einer transfeindlichen Gesellschaft Suizid begangen haben.
 
Wir gedenken auch Menschen, die sterben mussten, da ihnen aufgrund von Transfeindlichkeit medizinische Leistungen nicht gewährt wurden.
 
Wir gedenken auch trans und genderdiversen Menschen, die im Gefängnis zu Tode gekommen sind.
 
Wir gedenken auch trans und genderdiversen Menschen, deren Namen und Geschichte nicht bekannt sind.
 
Am 20. November wird an unterschiedliche Menschen gedacht – mit jeweils eigenen Geschichten und verschiedenen Lebensrealitäten. Trans und genderdiverse Menschen sind nicht alle auf dieselbe Weise betroffen; viele sind mehrfach marginalisiert und neben Transfeindlichkeit von Rassismus betroffen und befinden sich in prekären Lebensverhältnissen.
 
Besonders von transfeindlicher Gewalt betroffen sind trans Frauen und transfeminine Menschen, Sexarbeiter*innen und Menschen, die rassistische Diskriminierung erfahren.
 
Trans und genderdiverse Sexarbeiter*innen sind weltweit mit Gewalt, Ausgrenzung, Belästigung und Diskriminierung konfrontiert. Verschärft wird die Situation durch eine Politik der Kriminalisierung und entsprechende Gesetze.
 
Der 20.11. ist ein Tag, an dem Kämpfe in Erinnerung gehalten werden, an dem Namen und ihre Geschichten sichtbar gemacht werden, an dem trans und genderdiverse Menschen ihre Trauer und Wut auf die Straße tragen.
 
Transfeindlichkeit tötet!
We continue to fight until we all are safe.
 
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Das Projekt “Trans Murder Monitoring” (TMM) von Transgender Europe sammelt, dokumentiert und analysiert seit 2008 systematisch Berichte über Morde von trans und genderdiversen Menschen weltweit. Die Aufzählung der Namen ist unvollständig. Transfeindliche Gewalt wird in den meisten Ländern nicht systematisch erfasst. Außerdem werden Betroffene häufig misgendert und ihr Tod wird nicht als transfeindlich motivierte Gewalttat wahrgenommen.
 
We remember, we resist
 

Nov. 20 is the International Trans Day of Remembrance on which trans and genderdiverse people who have been murdered in the past 12 months are commemorated.

With posters based on the Trans Murder Monitoring (TMM) project, we want to commemorate trans and genderdiverse people who have been murdered in the past year. The names are not just a list. Behind these names are people who lived, loved and struggled.

The posters will be made available on this website shortly before Nov. 20, 2022. To print and hang in places you want to remember those murdered. To place in streets, neighborhoods and public places. We remember – we resist!

We also commemorate and name people who have committed suicide because of their experience of discrimination in a transmisic society.

We also commemorate people who died because they were denied medical services due to trans hostility.

We also remember trans and genderdiverse people who have died in prison.

We also remember trans and genderdiverse people whose names and histories are not known.

On November 20, we remember different people – each with their own stories and different realities of life. Trans and genderdiverse people are not all affected in the same way; many are multiply marginalized and affected by racism in addition to transmisia and find themselves in precarious living conditions.

Trans women and transfeminine people, sex workers, and people who experience racial discrimination are particularly affected by transphobic violence.

Trans and genderdiverse sex workers face violence, exclusion, harassment and discrimination worldwide. The situation is exacerbated by criminalization policies and laws.

The 20th of November is a day to remember struggles, to make names and their stories visible, to take trans and genderdiverse people’s grief and anger to the streets.

Transmisia kills!
We continue to fight until we all are safe.

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Transgender Europe’s Trans Murder Monitoring (TMM) project has been systematically collecting, documenting and analyzing reports of murders of trans and gender diverse people worldwide since 2008. The enumeration of names is incomplete. Trans violence is not systematically recorded in most countries. In addition, victims are often misgendered and their deaths are not perceived as transphobic violence.

We remember, we resist